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Kaum ein Konflikt der Gegenwart ist so aufgeladen wie der zwischen Israelis und Palästinensern. Gerade deshalb lohnt sich der Blick zurück: Wie hat sich dieser Konflikt eigentlich entwickelt, und wo liegen seine Anfänge?
In dieser ersten von drei Folgen von «Überall Geschichte!» gehen wir diesen Anfängen nach. Wir zeigen, wie jüdische Einwanderung ab den 1880er-Jahren das gesellschaftliche Gefüge im damals osmanischen Palästina verändert, wie Grossbritannien im Ersten Weltkrieg sowohl den Arabern Unabhängigkeit als auch den Juden eine nationale Heimstätte verspricht, und wie aus diesem doppelten Versprechen in den 1920er-Jahren eine zunehmend religiös aufgeladene Auseinandersetzung wird, mit dem Massaker von Hebron 1929 als Wendepunkt. Wir enden beim grossen arabischen Aufstand von 1936, einem Ereignis, das in beiden Erzähltraditionen des Konflikts bis heute kaum Platz findet, aber das die palästinensische wie die zionistische Bewegung nachhaltig prägt.
Der Nahostkonflikt (Teil 1): Das doppelte Versprechen – Überall Geschichte!
Im April 1936 beginnt in Palästina ein gewaltsamer Generalstreik, der sechs Monate dauert und die arabische Gesellschaft nachhaltig verändert. Er gehört zu den Kapiteln des Nahostkonflikts, die in der Geschichtsschreibung beider Seiten oft am Rand stehen.
In dieser zweiten Folge unserer Reihe zum Nahostkonflikt erzählen wir bei «Überall Geschichte!», wie aus dem Streik ein Aufstand gegen die britische Mandatsmacht wird. Wir fragen, wie der Alltag während des Streiks aussieht, welche Rolle der Mufti von Jerusalem als Symbolfigur spielt und wie dieser Aufstand zum Gründungsmoment einer palästinensischen Identität wird, mit der Kufija als sichtbarem Zeichen. Wir schauen auf die jüdische Seite, die zwischen Zurückhaltung und Selbstbewaffnung schwankt, und auf die Briten, die zunehmend die Kontrolle verlieren. Schliesslich geht es um die Peel-Kommission, die 1937 erstmals die Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat vorschlägt.
Der Nahostkonflikt (Teil 2): Der grosse Aufstand – Überall Geschichte!
Im Sommer 1937 schlägt eine britische Untersuchungskommission vor, das damals von Grossbritannien verwaltete Palästina in einen jüdischen und einen arabischen Staat zu teilen. Es ist der erste offizielle Plan dieser Art. Er trifft auf ein Land, in dem seit dem Generalstreik von 1936 ein Aufstand gegen die britische Herrschaft und die jüdische Einwanderung im Gang ist.
In dieser dritten und letzten Folge unserer Reihe zum Nahostkonflikt erzählen wir bei «Überall Geschichte!», wie es mit diesem Vorschlag weitergeht. Wie reagieren Juden und Araber auf die Aussicht, das Land zu teilen? Was geschieht in Palästina, während über den Plan gestritten wird, und weshalb verhärten sich die Fronten zunehmend? Wir fragen auch, was diese Jahre für die jüdische Gemeinschaft bedeuten und wie sich darin ein neues Verständnis von Wehrhaftigkeit herausbildet. Und warum gibt Grossbritannien die Teilung nach gut einem Jahr wieder auf? Wir blicken auf das britische Weissbuch von 1939 und das Ende des grossen Aufstands. Zum Schluss schauen wir, wie die Geschichte bis zur Gründung des Staates Israel und zur Nakba weitergeht.

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