#64: Darf man das sagen? Der Kampf um die Meinungsfreiheit

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«Heute darf man ja gar nichts mehr sagen!» – ein Vorwurf, der in Debatten über Cancel Culture, politische Korrektheit und Zensur immer wieder auftaucht. Doch wie wurde Meinungsfreiheit historisch verhandelt? In dieser Folge von «Überall Geschichte!» diskutieren wir zwei Fälle, die zeigen, dass die Auseinandersetzung um freie Rede alles andere als neu ist.

Olympe de Gouges war eine prominente Stimme der Französischen Revolution. 1791 veröffentlichte sie die Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin und forderte Gleichberechtigung – ein radikaler Anspruch, der ihr zum Verhängnis wurde. Zwei Jahre später wurde sie als „Staatsfeindin“ hingerichtet. John Peter Zenger, Drucker im kolonialen New York, wurde 1734 verhaftet, weil er kritische Artikel über den britischen Gouverneur veröffentlichte. Sein Prozess wurde zu einem Grundsatzfall über die Pressefreiheit und beeinflusste die spätere amerikanische Verfassung.

Was bedeuten diese Fälle für die Diskussionen von heute? Wo liegen die Grenzen der Meinungsfreiheit, und wer entscheidet darüber?

Was die USA wirklich prägt: Eine andere Geschichte Amerikas Überall Geschichte!

***Unterstütze «Überall Geschichte!» auf Steady! Mit deinem Beitrag hilfst du uns, diesen Podcast unabhängig weiterzuführen.***Wenn heute über die USA gesprochen wird, dominiert meist ein einfaches Bild: gespaltenes Land, Blau gegen Rot, Demokraten gegen Republikaner. Das ist nicht falsch, aber es greift zu kurz. In dieser Folge schlagen wir deshalb eine andere Perspektive vor. Wir schauen auf die Vereinigten Staaten als historisches Mosaik regionaler Kulturen, deren Konfliktlinien weit älter sind als Parteien und Wahlkämpfe.Ausgangspunkt ist der Ansatz des Journalisten und Historikers Colin Woodard. Seine These: Die tiefsten Brüche der USA verlaufen nicht zwischen politischen Lagern, sondern zwischen Regionen, die seit der Kolonialzeit unterschiedliche Vorstellungen von Freiheit, Staat, Religion und Ordnung entwickelt haben. Wir reisen von Neuengland über New York und die Midlands bis in den Süden, nach Appalachia und an die Westküste und zeigen, wie diese Kulturen entstehen, sich nach Westen ausbreiten und bis heute politische Debatten prägen. Die USA erscheinen so weniger als zerfallender Nationalstaat, sondern als dauerhaftes Aushandlungsprojekt zwischen sehr unterschiedlichen Gesellschaftsvorstellungen.«Überall Geschichte!» ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling.Wir freuen uns über Feedback an podcast@ueberallgeschichte.info. Mehr Infos findet ihr auf https://ueberallgeschichte.info. Wenn euch diese Episode gefällt, abonniert uns gerne!Tags: USA, Kolonialismus, Kulturgeschichte, GeografieFolge uns auf Instagram: @ueberallgeschichteund auf LinkedIn: Überall Geschichte! Podcast

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