Der faschistische Herrscher Francisco Franco (1892–1975) regierte Spanien fast 40 Jahre und hielt sich damit so lange an der Macht wie kaum ein anderer Diktator des 20. Jahrhunderts. Wie funktioniert das? Wie regiert man ein ganzes Land über vier Jahrzehnte, durch Weltkrieg, Kalten Krieg und wirtschaftlichen Wandel?
In dieser zweiten von zwei Folgen von «Überall Geschichte!» erzählen wir, wie Francos Regime konkret aussah: die Nachkriegsrepression mit Zehntausenden Erschiessungen und überfüllten Gefängnissen, die Hungerjahre der Autarkiepolitik, die Koalition aus Kirche, Militär und Falange, auf die Franco seine Macht baut. Wir erzählen, wie sich das Regime im Lauf der Jahrzehnte neu erfindet und den Diktator neu inszeniert: vom faschistischen Kriegsherrn zum väterlichen Garanten von Ordnung und Wohlstand. Und wir diskutieren den Pacto del Olvido, den Pakt des Vergessens, auf dem Spaniens Demokratie aufgebaut wurde – und der das Land bis heute beschäftigt.

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