Der Gulag war kein Randphänomen der Sowjetunion – er war zentraler Bestandteil ihres Herrschaftssystems. Millionen Menschen verschwanden in Lagern, die sich über das gesamte Riesenreich erstreckten. Zwangsarbeit, Hunger, Gewalt: Für viele bedeutete der Gulag das Ende – oder ein Leben danach in Trümmern. Und doch wissen viele heute kaum etwas darüber.
In dieser Doppelfolge von «Überall Geschichte!» blicken wir auf den Ursprung des sowjetischen Lagersystems. Wir sprechen über seine Wurzeln im zaristischen Russland, über die Gewalt der frühen Bolschewiki, über die Solowezki-Inseln als Prototyp eines neuen, grausamen Systems – und über die Transformation des Gulag zur wirtschaftlichen Stütze von Stalins Industrialisierung seit dem Zweiten Weltkrieg. Mit jährlich bis zu 2,5 Millionen Gefangenen wurde er zu einem gigantischen Industrie-Komplex, der ganze Wirtschaftszweige der Sowjetunion mit billiger Arbeitskraft versorgte.
Was war der Gulag – und was machte ihn so besonders? Wer kam in diese Lager, wie sah der Alltag aus, welche Rolle spielte Arbeit? Wir sprechen über die monströse Idee hinter dem System, über Propaganda, Kontrolle – und darüber, warum sich der Gulag in Russland nie ganz aufgelöst hat und unsere Gegenwart bis heute prägt.
Der Gulag – Russlands vergessene Hölle (Teil 1) – Überall Geschichte!

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